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GROßSKULPTUREN IM RUHRGEBIET
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GROßSKULPTUREN IM RUHRGEBIET
Kunst, wo man sie nicht erwartet

   

von Julia Marhenke

Schaut man zwischen den bunten Totempfählen hindurch, erblickt man das Amphitheater, welches sich in die Kuppel des künstlichen Hügels schmiegt. Wer jetzt allerdings denkt, man befände sich in irgendeinem fernen Land, der irrt. Denn die aus mehr als 100 Eisenbahnschienen betsehenden Totems wurden 2002 vom baskischen Maler und Bildhauer Agustín Ibarrola mitten im Ruhrgebiet auf der Halde Haniel aufgestellt.

 

GROßSKULPTUREN IM RUHRGEBIET
Das Tetraeder
© Marc Schuelpe/ wikimedia


Das Ruhrrevier verbindet man normalerweise eher mit Industrie und Bergbau. Dass der Pott aber auch eine andere Seite hat, zeigen die unterschiedlichsten Großskulpturen, die zumeist eindrucksvoll als Landmarken auf den Halden stehen.


GROßSKULPTUREN IM RUHRGEBIET
Achterbahn mal anders: "Tiger & Turtle"
bei Nacht
© Spanjokel/ wikimedia

GROßSKULPTUREN IM RUHRGEBIET
Wie reinmontiert: Die Skulptur "Rheinorange"
© Carschten/ wikimedia

GROßSKULPTUREN IM RUHRGEBIET
Feinste Jugendstil-Möbel
© Carschten/ wikimedia

GROßSKULPTUREN IM RUHRGEBIET
Durch die LED-Schiene wird das feste
Konstrukt nachts zu einer schwebenden Linie
© Frank Vincentz/ wikimedia

GROßSKULPTUREN IM RUHRGEBIET
Die Himmelstreppe
© Thomas Robbin/ wikimedia


Großskulpturen unterschiedlichster Art

Da gibt es zum Beispiel das 50 Meter hohe Tetraeder von Wolfgang Christ, welches 1994 erbaut wurde: Eine begehbare Pyramide samt Aussichtsplattform, die auf 9 Meter hohen Säulen stehend von Weitem fast zu schweben scheint.

Oder die „Bramme für das Ruhrgebiet“ von Bildhauer Richard Serra aus dem Jahr 1998, die einsam und verloren mitten im Nirgendwo steht und ihre wahre Größe erst offenbart, wenn man vor ihr steht.

Oder auch die besonders bemerkenswerte Landmarke „Tiger & Turtle – Magic Mountain“ im Angerpark, die wie eine Achterbahn erscheint, aber statt per rasanter Wagenfahrt nur gemächlich zu Fuß begehbar ist. 2011 fertiggestellt und vom Hamburger Künstlerduo Heike Mutter und Ulrich Genth entworfen, kann sie sogar einen Looping – der verständlicherweise nicht belaufen werden kann – und eine Gesamthöhe von 20 Meter vorweisen.

Etwas irritierend hingegen ist die 1992 entstandene Skulptur „Rheinorange“ des Kölner Bildhauers Lutz Fritsch, die im Duisburger Hafen steht. Sie scheint fast unwirklich – ein knallig orange leuchtender Stahlquader, der sich weigert, sich in die Umgebung einzugliedern. Stattdessen wirkt er wie in ein Bild hineingesetzt und hat vielleicht gerade durch diesen Kontrast eine solche Anziehungskraft.

Der Unterschied von Tag und Nacht
Und nicht nur am Tag lohnt sich eine Reise zu den Landmarken des Ruhrgebiets. Viele der Großskulpturen sind mit Lichtinstallationen versehen, die sie auch nachts weithin sichtbar machen und sie in ein gänzlich anderes Licht rücken.

So sieht man tagsüber auf der Halde Lothringen ein massives Konstrukt aus gelben Rohr, das nachts eine Leichtigkeit und Schwerelosigkeit erlangt, die man nicht erwartet hätte. Möglich machen dies von Kirsten Kaiser im Jahr 2003 installierte LED-Lampen, die das Konstrukt linienförmig durchziehen und es so im Dunkeln nahezu schweben lassen.

Oder auch das 30 Meter hohe Kunstwerk „Geleucht“, das seit 2007 in der Nacht im roten Licht erstrahlt. Nachempfunden hat der Künstler Otto Pien es den Grubenlampen des 19. Jahrhunderts, den sogenannten Davy-Lampen.

Industriegeschichtliche Identifikation
Überhaupt ist der Bezug zur industriegeschichtlichen Vergangenheit des Ruhrgebiets nicht zu übersehen. Die Skulpturen sind auf oder auch in Einbezug von Identifikationspunkten ebendieser entstanden. Bergehalden, Fördertürme, Gasometer, Hochöfen und Wassertürme sind so zu signifikanten und symbolträchtigen Landmarken der Gegend geworden.

Es ist das Wechselspiel zwischen Kunst, Industrie und Natur, welches die Installationen so interessant macht. Nicht zu vergessen der Überraschungseffekt. Wer durch das Ruhrgebiet fährt oder läuft, erwartet Aussichtstürme wie den Harkortturm und ehemalige Industrieanlagen wie das Welterbe Zollverein.

Was er nicht erwartet, sind Dinge wie die Sonnenuhr aus Stahlbrammen auf der Halde Schwerin, die 1993 mit maßgeblicher Beteiligung des Castrop-Rauxeler Bildhauers Jan Bormann entstand oder die Himmelsleiter des Künstlers Herman Prigann auf der Halde Rheinelbe.

Und gerade das war wohl das Ziel – zu überraschen und das Ruhrgebiet so in einem anderen Licht zu präsentieren.


 

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