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Madrid Die Sammlung Thyssen-Bornemisza
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MADRID
Die Sammlung Thyssen-Bornemisza

   

von Meika Sternkopf

Das Museum Thyssen-Bornemisza zählt dank seiner umfangreichen Kollektion zu den wichtigsten Kunstmuseen in Madrid. Die Sammlung umfasst alle Kunstepochen vom frühen Mittelalter bis in die Moderne und bildet mit dem Prado und der Reina Sofía den „Triángulo del Arte“ am Paseo del Prado.

Der klassizistische Palacio de Villahermosa beherbergt rund 800 Kunstwerke der Thyssen-Bornemisza-Sammlung. Das Gebäude entstammt dem 19. Jahrhundert und ist von dem Stararchitekt Rafael Moneo umgebaut und modernisiert worden. Hier ist heute die Sammlung der Thyssen-Barone zu sehen, die seit Beginn des 20. Jahrhunderts von der deutschen Industriellenfamilie angelegt worden war. Die Familie war der Begründer der Thyssen AG. Heute ist der Konzern als Thyssen-Krupp AG das größte Stahlunternehmen Deutschlands.

Madrid Die Sammlung Thyssen-Bornemisza
Hans Holbein der Jüngere,
Porträt Heinrichs VIII.
(um 1536)


Anfangs lag der Schwerpunkt der Sammlung vor allem auf mittelalterlicher und antiker Kunst, wurde aber von dem Sohn des ersten Barons, Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza, nach und nach um Werke der modernen Kunst erweitert. Der ursprüngliche Ausstellungsort in der Schweiz wurde für die ständig wachsende Sammlung jedoch bald zu klein. Aus diesem Grund knüpfte Thyssen über seine Ehefrau Carmen Kontakte zur spanischen Regierung und erreichte so 1992 die Verlagerung eines Großteils der Sammlung nach Madrid.

Heute sind die Gemälde in 48 Sälen ausgestellt, die auf mehrere Stockwerke verteilt sind. Sie geben einen hervorragenden Überblick über die verschiedenen Entwicklungen der Kunstgeschichte. So reicht die Sammlung von mittelalterlicher Sakralkunst über Expressionismus bis hin zu Gemälden der Pop-Art. 


Madrid Die Sammlung Thyssen-Bornemisza
Canaletto, Markusplatz (um 1722)

Madrid Die Sammlung Thyssen-Bornemisza
Claude Monet, Tauwetter in Vétheuil
(1881)

Madrid Die Sammlung Thyssen-Bornemisza
Der moderne Anbau des Thyssen-Museums
© Manzanitaverde / Wikipedia


Die Ausstellung in Madrid ist gut organisiert. Betritt man den Rundgang des Museums, folgt man den Gemälden nach Epochen. So sind sieben Jahrhunderte künstlerischen Schaffens chronologisch geordnet. Die Reise durch die Kunstgeschichte beginnt oben in der zweiten Etage mit der mittelalterlichen Sakralkunst. Weiter geht es mit flämischen und holländischen Werken aus dem 17. und 18. Jahrhundert, die auch noch im Mittelgeschoss des Hauses zu finden sind. Es stechen vor allem die Renaissanceporträts von Künstlern wie Dürer und Francesca hervor. Ein Höhepunkt der europäischen Porträtmalerei der Renaissance stellt das Porträt Heinrichs VIII. von England von Hans Holbein dem Jüngeren aus dem 16. Jahrhundert dar. Doch auch weitere hochkarätige Künstler sind hier vertreten wie Rafael, Tizian, Tintoretto, Caravaggio sowie Künstler des Barock und des Rokoko.

Im ersten Stock sind vor allem die Gemälde holländischer Maler aus dem 19. Jahrhundert zu sehen. Etwas weiter in der impressionistischen Abteilung sind so gut wie alle wichtigen Künstler dieser Epoche vertreten, wie beispielsweise Rénoir, Dégas, Cézanne, van Gogh, Matisse und Gauguin. Bemerkenswert ist hier vor allem Monets Tauwetter in Vétheuil von 1881. Es zeigt eine karge Winterlandschaft und spiegelt in seiner melancholischen Darstellung auch ein wenig die Stimmung des Künstlers wieder, der sich zu dem Zeitpunkt des Gemäldes in einer schwierigen Lage befand: Seine Frau war kurz zuvor gestorben und ihn plagten finanzielle Probleme.

Darauf folgen die Expressionisten. Zu den ausgestellten Künstlern gehören Größen wie Nolde, Kandinsky, Munch und Grosz. Der Schwerpunkt liegt auf dem deutschen Expressionismus. Max Beckmann ist unter anderem mit seinem Selbstportrait mit erhobener Hand von 1908 vertreten. Unter Emil Noldes Werken sticht vor allem Sommerwolken hervor – ein in Blau- und Grautönen gehaltenes Gemälde, welches weiße, bizarr geformte Wolken zeigt, die über das aufgewühlte Meer ziehen.


Im Erdgeschoss trifft man dann auf die Werke der klassischen Moderne. Gemälde von Pablo Picasso, Joan Miró und Salvador Dalí zeigen den spanischen Beitrag zur Moderne. Auch Marc Chagall ist mit dem 1917 entstandenen Gemälde Das graue Haus zu bewundern. Den Abschluss bilden Arbeiten der Künstler Edward Hopper, Willem de Kooning, Jackson Pollock und Mark Rothko. Auch Roy Lichtenstein ist mit Frau mit Badewanne vertreten, einem Klassiker der Pop Art und auch Bacon kommt mit seinem berühmten Werk George Dyer vor einem Spiegel nicht zu kurz.

2004 wurde die Ausstellungsfläche des Museo Thyssen-Bornemisza erweitert. So bietet heute der Palast Goyenche Platz für weitere Ausstellungsmöglichkeiten. Diese wurden auch dringend benötigt. Die Witwe des Barons, Carmen Cervera stellt hier ihre eigene Kunstsammlung über zwei Stockwerke aus. Die obere Etage zeigt Kunstwerke der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts bis hin zur nordamerikanischen Malerei des 19. Jahrhunderts. So hat sich Tita, wie die ehemalige spanische Schönheitskönigin auch genannt wird, vor allem der Landschaftsmalerei gewidmet. Diese Leidenschaft zieht sich auch bis in die zweite Etage, welche fast vollständig dem Impressionismus gewidmet ist.

 

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Unsere Literaturempfehlung:
MADRID - Der Reiseführer von Hans-Peter Siebenhaar


"Die einen denken an schneeweiße Trikots und den königlichen Fußballclub "Real". Die anderen an Bilderorgien im Prado und im Thyssen-Museum oder an Picassos "Guernica" im Kunstzentrum Reina Sofia, an die verwinkelte Altstadt oder die opulente Art-déco-Architektur auf dem Prachtboulevard Gran Via. Wieder andere träumen von verführerischen Tapas-Bars, von schriller Mode oder avantgardistischem Design. Recht haben sie alle, denn Madrid spielt in jeder Hinsicht in der Champions League - beim Fußball, in der Kunst, architektonisch, kulinarisch und in Sachen Lifestyle. Und wem all das nicht reicht: Nicht weit vor den Toren der Stadt liegen Aranjuez, das "spanische Versailles", und der monumentale Klosterpalast El Escorial."

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