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drp KULTURTOURS | MUSEUM KURHAUS KLEVE Wenn die Kunst sich in der niederrheinischen Provinz erholt
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MUSEUM KURHAUS KLEVE
Wenn die Kunst sich in der niederrheinischen Provinz erholt

   

von Hanna Halbritter

Einst ein Ort der Erholung ist das historische Kurhaus Kleve nun ein Museum mit dem Schwerpunkt auf internationaler zeitgenössischer Kunst. Es beherbergt Werke bedeutender Künstler der Gegenwart neben spätmittelalterlichen Skulpturen und Gemälden.

Die Sammlung des Museums steht in einer langen Tradition. Schon im 16. Jahrhundert wurde unter Herzog Wilhelm dem Reichen auf der Klever Burg begonnen, Kunstwerke und Altertümer zu sammeln. Diese Basis wurde beständig ergänzt und entwickelte sich schließlich auch in Richtung der niederrheinischen Kunst weiter. Es folgte die Erweiterung der Sammlung um internationale Kunst der Gegenwart und nach vielen Ortswechseln und einer Station im Haus des niederländischen Malers Barend Cornelis Koekkoek letztendlich der Einzug in das ehemalige Kurhaus Kleve.

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Nordfassade des Museum Kurhaus Kleve
© Annegret Gossens/Museum Kurhaus Kleve

Ein Kurhaus macht Karriere
Der klassizistische Hotelbau des Kurhaus Kleve war von 1742 bis 1914 ein Teil des beliebten Kurort-Ensembles, zu dem auch das Friedrich-Wilhelm-Bad und eine Wandelhalle gehören. Der Erste Weltkrieg und das Versiegen der Heilquelle sorgten für das Ende des Kurbetriebes. Das Kurhaus und sein Garten verfielen zusehends, zeitweise wurde es sogar als Möbellager genutzt. Nach einer umfassenden Renovierung in den 90er Jahren konnte das Museum 1997 eröffnet werden. In der Wandelhalle sind drei Galerien untergebracht, in denen wechselnde Ausstellungen zur zeitgenössischen Kunst gezeigt werden.
Im westlichen Teil, dem Friedrich-Wilhelm-Bad, war bis 2006 das Stadtarchiv untergebracht. Nun wird im Obergeschoss neben Porzellan und Kunsthandwerk auch zeitgenössische Kunst ausgestellt, während ein Teil der ständigen Sammlung des Museum in den Räumen des ehemaligen Hotels präsentiert wird.

Der klare Schwerpunkt des Museums liegt auf der Kunst von den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts bis heute. Zur Sammlung gehört der Nachlass des rheinischen Bildhauers, Graphikers und Malers Ewald Mataré und Werke des lange im Kreis Kleve ansässigen Joseph Beuys.

Mataré realisierte in Kleve schon in den Jahren 1932 bis 1934 die Skulptur des „Toten Kriegers“ als Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges und begründete so eine enge Beziehung zur Stadt. Sein Werk zählt mit seiner formalen Klarheit zu den Höhepunkten der Klassischen Moderne in Deutschland. Matarés wichtigsten Themen sind das Tier, die Landschaft und die menschliche Figur. Das Museum unterhält ein Archiv, in dem sein umfangreiches Werk dokumentiert wird.

Joseph Beuys, der Meisterschüler von Ewald Mataré war, hatte im Jahr 1958 im Erdgeschoss der leer stehenden Räume des Friedrich-Wilhelm-Bades sein Atelier bezogen. Da er in Kleve seine gesamte Kindheit und Jugend verbachte, war er mit der Stadt sehr verbunden.
Bis 1964 nutzte er die Räumlichkeiten neben dem Kurhaus, in denen er u.a. an seinem ersten großen Auftrag, dem „Ehrenmal der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges“ im Alten Kirchturm in Büderich, und weiteren zukunftsweisenden Werken arbeitete. Hier begann er auch erste Experimente mit den ungewöhnlichen und später für ihn so wichtigen Materialen Fett und Filz.

Maßarbeit in Namen der Kunst
Aus den 60er und 70er Jahren zeigt das Museum beispielsweise Werke von Gerhard Richter, Christo, Yves Klein und Arman. Viele der namhaften zeitgenössischen Künstler wie Thomas Schütte, Ettore Spalletti oder Giuseppe Penone haben ihre Werke eigens für die Räume des Museums gestaltet. So installierte Richard Long seine 30 Meter lange Bodenarbeit „Midsummer Flint Line“ in der Weite der Wandelhalle, während Niele Toroni die Gebäude innen und außen mit seinen charakteristischen regelmäßigen Pinselabdrücken markierte.
Weitere klingende Namen der in der Sammlung vertretenen Künstler sind Mario Merz, Richard Serra, Franz Gertsch und Dirk Skreber. Die Sparte der Fotografie wird durch Arbeiten von Repräsentanten der „Düsseldorfer Schule“, Axel Hütte und dem Schweizer Künstlerduo Peter Fischli und David Weiss repräsentiert.

Ein weiteres Standbein des Museum ist die Malerei und Plastik der spätmittelalterlichen Kunst des Niederrheins mit etwa 20 Skulpturen und zahlreichen Gemälden. Den Grundstock bilden dabei neben einigen Einzelwerken auch dreizehn mittelalterliche Skulpturen, die dem Museum geschlossen überlassen wurden. Werke wie beispielsweise eine Anna-Selbdritt-Gruppe von Dries Holthuys oder der außergewöhnliche Handtuchhalter mit einem Liebespaar von Arnt van Tricht gehören dabei zu den Höhepunkten der skulpturalen Sammlung.
Die regionale Sammlung der spätmittelalterlichen bis neuzeitlichen Gemälde zeigt neben der graphischen Sammlung Robert Angerhausen u.a. Werke von Joos van Cleve, Jan Baeggert, sowie Porträts von Mitgliedern des Klever Grafen- und Herzogshauses und Bilder niederländischer Künstler wie Jan van Goyen. Weiterhin finden sich vom frühen 18. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert einzelne in und um Kleve entstandene Arbeiten.


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Das Museum im historischen Park
© Annegret Gossens/ Museum Kurhaus Kleve

Ein Balkenhol vertritt den Kriegsgott
Das Museum Kurhaus Kleve ist von einer historischen Gartenlandschaft umgeben. In der Mitte des 17. Jahrhunderts entstand sie durch den Statthalter Brandenburgs Johann Moritz von Nassau-Siegen und den niederländischen Architekten Jacob van Campen.
Im barocken Garten stehen sich die Skulpturen der „Pallas Athene“ aus dem Jahr 1660 von Artus Quellinus d.Ä. und der „Neue Eiserne Mann“ von Stephan Balkenhol von 2004 gegenüber. Die Statue der „Pallas Athene“ ist das Einzige noch erhaltene Stück der originalen Ausstattung und war bis zum Ende des 18. Jahrhunderts dem Kriegsgott Mars gegenübergesetzt, der nun von der Plastik Balkenhols vertreten wird.

Angrenzend befindet sich der Forstgarten, der im Zuge des erfolgreichen Kurbetriebes am Ende des 18. Jahrhunderts noch zusätzlich angelegt wurde. In diesem sind neben seltenen und außergewöhnlichen Bäumen ebenfalls Plastiken, wie beispielsweise der „Versinkende Würfel“ von Günther Zins oder auch der 16 Meter hohe „L’Ombra del bronzo“ von Giuseppe Penones, zu bewundern

Nach einer erneuten Restaurierung und Erweiterung wird das Museum im September 2011 wieder eröffnet. Ein wichtiger Höhepunkt ist dabei sicher die Rekonstruktion des Ateliers von Beuys im Friedrich-Wilhelm-Bad. Eine weitere Neuerung ist der Katharina von Kleve-Saal, der eine Verbindung zwischen den bisherigen Museum und dem Friedrich-Wilhelm-Bad herstellt.

Das Museum Kurhaus Kleve erhielt im Jahr 2004 die Auszeichnung „Museum des Jahres“, die erstmalig von der deutschen Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA verliehen wurde.


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