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MATISSE: MENSCHEN, MASKEN, MODELLE
In der Staatsgalerie Stuttgart

   

Die Staatsgalerie Stuttgart zeigt vom 27. September 2008 bis 11. Januar 2009 unter dem Titel „Matisse – Menschen Masken Modelle" Porträts des französischen Künstlers Henri Matisse (1869 – 1954). Die Leihgaben sind außerordentlich hochrangig und stammen aus großen internationalen Sammlungen, darunter jene in Frankreich, der Schweiz, Großbritannien, den USA und Russland.

Zu sehen ist eine Auswahl von 110 Werken, die in der Gegenüberstellung von Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Druckgraphiken aus allen Schaffensphasen Matisse’ Porträtkunst mit ihrem faszinierenden Ausdrucksspektrum erlebbar machen.

Zwischen Individualität und Anonymität
Erstaunlicherweise ist den Porträts von Henri Matisse bisher noch keine eigene Ausstellung gewidmet worden, obwohl es sich hierbei um ein zentrales Thema seiner Kunst handelt. Dabei drängt sich genau dieser Blick auf das Werk des Künstlers regelrecht auf: Bei Matisse verändert sich die traditionelle Porträtauffassung zu-gunsten eines ständigen Oszillierens zwischen Individualität und Anonymität. Der Ausstellungstitel „Menschen Masken Modelle“ deutet dies bereits an.


Henri Matisse, Laurette mit Kaffeetasse
um 1917, Öl auf Leinwand, 65 x 53 cm
Solothurn, Kunstmuseum
© Succession Henri Matisse
VG Bild-Kunst, Bonn 2008


Ziel ist dabei immer eine Synthese der wichtigsten Züge des Modells als Resultat einer tief empfundenen Beziehung zum Gegenüber, die sich in oft zahllosen Sitzungen ergibt. Da der wahre Charakter eines Menschen für Matisse nicht unmittelbar mit dessen äußerer Erscheinung zusammenfällt, kann dies in letzter Konsequenz in einer Überindividualität gipfeln, bei der die Gesichtszüge zur zeichenhaften Maske werden.

Wir begegnen Matisse auf einer persönlicheren Ebene, als dies bislang möglich war. Nicht allein die Revolutionierung der künstlerischen Ausdrucksmittel, für die der große Gegenspieler zu Picasso zu Recht berühmt ist, steht im Focus, sondern genauso die bislang eher marginal gestellte Frage nach der inhaltlichen Seite seiner Kunst. Neueste Erkenntnisse zu Matisse’ Familienverhältnissen, seinen Beziehungen zu Künstlerkollegen, Sammlern und Berufsmodellen werden wesentlich miteinbezogen. Matisse wird so einerseits als Maler von Menschen in den Blick genommen, andererseits wird nach den Strategien gefragt, die ihn befähigten, das immer wieder postulierte Verlangen nach einer Verallgemeinerung der persönlichen Empfindung bei dieser besonderen Themenstellung zu erreichen.



Henri Matisse, Bildnis des Künstlers
1918, Öl auf Leinwand
65 x 54 cm
Musée Matisse, Le Cateau-Cambrésis
© Succession Henri Matisse,
VG Bild-Kunst, Bonn 2008

Fauves: die wilden Tiere
Beginnend mit frühen Selbstporträts um 1900 bis hin zu den späten Maskenbildern und Entwürfen zur Rosenkranzkapelle in Vence wird das ganze Spektrum von Matisse' Porträtkunst angesprochen. Sein berühmtes, 1906 entstandenes Selbstbildnis im Matrosenhemd aus dem Statens Museum for Kunst, Kopenhagen, wird mit den Porträts seiner Malerfreunde André Derain und Albert Marquet als Zeugnis der ersten und einzigen Gruppenzugehörigkeit des Künstlers gezeigt – die Rede ist von den „Fauves“, den „wilden Tieren“, die seinerzeit so viel Aufsehen erregten und als deren Anführer Matisse galt.

Es folgen weitere Selbstbildnisse, darunter das letzte in Öl gemalte aus dem Matisse-Museum in Le Cateau-Cambrésis von 1918, sowie liebevolle Darstellungen der Tochter Marguerite und anderer Familienmitglieder und Freunde. Die enge Beziehung zu seinen Sammlern unterstreicht das ikonenhafte Bildnispaar von Sarah und Michael Stein aus dem San Francisco Museum of Modern Art oder auch die ausdrucksstarke Zeichnung des Russen Sergej Iwanowitsch Schtschukin.


Auseinandersetzung mit dem Kubismus
Einen Höhepunkt der Ausstellung bildet die Gruppe der farbreduzierten, strengen Porträts, die um 1914 entstanden und die Auseinandersetzung mit dem Kubismus widerspiegeln: „Mademoiselle Yvonne Landsberg“ (Philadelphia Museum of Art), „Kopf in Weiß und Rosa. Marguerite Matisse“ (Centre Georges Pompidou, Paris), „Frau auf dem Hocker. Germaine Raynal“ (The Museum of Modern Art, New York), „Grauer Akt mit Armband" (Staatsgalerie Stuttgart) und die etwas spätere „Italienerin“ (Soloman R. Guggenheim Museum, New York).

Die Modelle Laurette, Antoinette Arnoud, Henriette Darricarrère und Lydia Delectorskaya, die teilweise für viele Jahre mit dem Künstler arbeiteten und engen Familienanschluss hatten, bilden weitere nuancenreiche Gruppen, die durch eine Auswahl der grandiosen, fast bildmäßigen Kohlezeichnungen ergänzt wer-den, die Matisse seit Anfang der 1920er Jahre schuf und die seine Sucht nach neuen Gesichtern, von der Picassos Lebensgefährtin Françoise Gilot zu berichten wusste, nochmals unterstreichen.


Henri Matisse, Mademoiselle Yvonne Landsberg
1914, Öl auf Leinwand, 147,3 x 97,5 cm
Philadelphia Museum of Art, The Louise
and Walter Arensberg Collection, 1950
© Succession Henri Matisse
VG Bild-Kunst, Bonn 2008


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