Kulturtours - das Reiseportal zu Kunst und Kultur. Veranstalterunabhängige Auswahl an Kulturreisen, Städtereisen, Studienreisen, Konzertreisen, Rundreisen, Naturreisen und Aktivreisen

Bookmark und Weitersagen Weitersagen & Drucken Empfehlen Sie uns hier weiter

Empfehlen Sie uns weiter

Leitbild Nachhaltigkeit Galerie Agenturen FAQ  Newsletter  AGB  Impressum

 
Kulturtours - das Reiseportal zu Kunst und Kultur. Veranstalterunabhängige Auswahl an Kulturreisen, Städtereisen, Studienreisen, Konzertreisen, Rundreisen, Naturreisen und Aktivreisen Kulturtours - Studienreisen und Kulturreisen in die Metropolen Europas Kulturtours - Konzertreisen, Eventreisen, Ausstellungen, Kunstreisen Kulturtours - Land und Leute kennen lernen. Studienreisen, Rundreisen, Kulturreisen
Kulturtours - Kontakt aufnehmenKulturtours - Suche im Reiseangebot

MENORCA: ZWEI STÄDTE
Ciutadella und Mahón

   

von Harald Kother

"Diese Insel ist sehr flach und äußerst uninteressant, aber sie kann sich rühmen, den besten Naturhafen Europas zu besitzen." Das behauptete die englische Reisende H. Belsches Graham Bellingham im Jahre 1878.

Die Schönheit der Insel blieb der Dame offensichtlich verborgen, aber mit ihrem Urteil brachte sie auf den Punkt, weswegen Menorca zum Zankapfel der europäischen Großmächte wurde.

Mahon, Menorca
Stadt oder befestigter Hafen?
© Harald Kother

Denn die Bucht von Mahón oder Maó, wie es in der Inselsprache Katalan heißt, bildet tatsächlich einen vorzüglichen Naturhafen. Das Meer, an der Einfahrt nur wenige hundert Meter breit, zieht sich fjordartig mehrere Kilometer ins Inselinnere hinein. Das erkannte natürlich auch die Seestreitmacht Großbritannien. Im Jahre 1708, als ganz Europa wegen des spanischen Erbfolgekriegs im Clinch lag, besetzten die Engländer kurzerhand das Eiland. Den Menorquinern kam das nicht einmal ungelegen, sympathisierten sie doch mit den Habsburgern, die von den Briten unterstützt wurden, und nicht mit dem französischen Königshof.

Für knapp ein Jahrhundert stand die Insel unter englischem Einfluss, weswegen Menorca heute als die "am wenigsten spanische" Insel gilt. Die Engländer prägten die Kultur und die Gesellschaft, errichteten die überall sichtbaren, rot getünchten englischen Kolonialbauten, brachten den Gin mit und machten Maó zu einem der wichtigsten Militärstützpunkte des Mittelmeers. Folgerichtig wurde Maó 1722 Inselhauptstadt, obwohl sie ganz im Westen, abgewandt vom spanischen Festland liegt.


Traditionelle Herstellung der "Mahón"-aise
Traditionelle Herstellung der "Mahón"-aise
© Harald Kother


Mayonnaise: die Sauce aus Mahón

Doch nicht nur die Engländer, auch die Franzosen besetzten zwischenzeitlich die Insel. 1756 stürmten sie das mächtige Castell de Sant Felip, von dem aus man die Hafeneinfahrt kontrollieren kann. 1763 ging die Insel dann zwar wieder an die Briten zurück, doch während infolge der siebenjährigen Inselherrschaft verhalfen die Franzosen einer der Inselspezialitäten zu Weltruhm: der Mayonnaise bzw. der Mahónese.

Zu den weiteren Berühmtheiten der Inselhauptstadt, die bereits vor 3.000 Jahren von den Phöniziern als Handelsstation gegründet wurde, gehört auch die Orgel der Hauptkirche Santa Maria. Dieses 1810 eingeweihte Prunkstück wird von allen Orgelspezialisten für seine Klangvielfalt, Potenz und Brillanz gelobt. Jedes Jahr findet im Juli und August ein Orgelfestival statt, zu dem Kammerorchester und Chöre aus aller Welt anreisen.

Ansonsten ist es heute wie damals der Hafen, der die Gäste in die Stadt zieht. Die vielen teuren Motoryachten und Segelboote sind unübersehbar. Doch unmittelbar neben diesen schwimmenden Luxusobjekten flicken unverdrossen Fischer ihre kaputten Netze.


Ciutadella: südliche Lebensart pur
Während in Maó die kolonialen Einflüsse unübersehbar sind, bietet Ciutadella den ganzen Charme eines typischen Mittelmeerstädtchens. In den Gassen der Altstadt herrscht reges Gedränge. In vielen der prunkvollen Stadtpaläste haben sich Geschäfte niedergelassen. Schuhläden, Souvenirshops und Cafés wechseln sich ab. Auf dem Fischmarkt bieten die Fischersfrauen den frischen Fang ihrer Männer an. Ein paar Meter weiter verkauft ein Metzger die Inselspezialitäten Sodrasada, eine mit Paprika gewürzte Mettwurst, und die Blutwurst Cuixot.

Auf dem Markt vor dem Rathaus gibt es - neben billiger Unterwäsche und Bademode - Trikots vom FC Barcelona, manchmal auch von Real Madrid. Unten, an dem schmalen, aber langen Meeresarm, der den Hafen bildet, reiht sich ein Restaurant an das andere. Dort stehen Tische und Stühle bis auf die Straße, fast alle Plätze sind besetzt.


Ciutadella ist die quirlige und lebendige Stadt, die man als Tourist von einem Urlaub am Mittelmeer erwartet, und in vielerlei Hinsicht der Gegenpol zu Maó, der Inselhauptstadt. Lange Zeit war Ciutadella selbst das bedeutendere Zentrum der Insel. Denn von hier aus kommt man am schnellsten mit dem Schiff nach Mallorca und nach Barcelona. Doch in der wechselvollen Geschichte der Insel unter Phöniziern, Römern, Arabern, Katalanen, Osmanen, Engländern, Franzosen und Spaniern wechselte die Hauptstadtrolle immer mal wieder zwischen Ciutadella und Maó. Seit dem 18. Jahrhundert ist Maó mit dem großen Naturhafen und seit dem 20. Jahrhundert auch mit dem Flughafen am Zug - sehr zum Verdruss der Bürger von Ciutadella. Manche Menorquiner sagen sogar, es sei gut, dass die beiden Städte so weit auseinander liegen - am jeweils anderen Ende der Insel.

Quirliges Ciutadella
Quirliges Ciutadella
© Harald Kother


< zurück

 

AKTUELLE KULTURREISEN AUF DIE BALEAREN:


Kundenmeinung

 
Kulturreisen  

Katalonien: Besuch bei Salvador Dalí
4-tägige Selbstfahrerreise in die Heimat des Exzentrikers
So exzentrisch Dalí Werk, so exzentrisch war auch sein Leben. Und so vielfältig und sinnenfreudig sind die Orte, an denen er gewir...

> zum Angebot

 
Kulturreisen  

San Sebastián - Europäische Kulturhauptstadt
Inklusive Privatführungen
Der Titel Europäische Kulturhauptstadt 2016 diente der Küstenstadt als Sprungbrett, um Vorurteile zu überwinden, das Miteinander z...

> zum Angebot

 
Kulturreisen  

Die gebaute Seele Spaniens
Mozarabische Architektur und Mudéjar-Stil im Herzen einer stolzen Nation
Über viele Jahrhunderte waren weite Teile der iberischen Halbinsel maurisch besiedelt. Und obwohl sich Araber und Christen blutige...

> zum Angebot

 
Kulturreisen  

Architektur in Barcelona
Modernisme und Moderne mit Privatführung
Gaudís Meisterwerke wie die Sagrada Família, die Casa Milà und die Casa Batlló - aber auch einmalige zeitgenössische Bauten wie de...

> zum Angebot

 
Kulturreisen  

Ein Traum von Andalusien
Málaga, Córdoba und Sevilla mit Muße und Genuss – Granada mit Privatführung
Andalucía oder auch Al-Andalus. Bei diesen Namen kommen wohl die meisten Menschen ins Träumen. Erfüllen Sie sich Ihren Traum vom S...

> zum Angebot

 
 
 

Kulturtours - Über unsKulturtours PartnerlinksKulturtours WerbeinfosKulturtours AGBs

Copyright 2007 * drp Kulturtours * Bogenstraße 5 * 20144 Hamburg
Telefon: (040) 43263466   Fax: (040) 43263465    E-Mail: info@drp-kulturtours.de
Sie dürfen unsere Seiten gerne verlinken: http://www.drp-kulturtours.de