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LA BIENNALE DI VENECIA
Die Mutter aller Kunst-Events

   

von Harald Kother

Alle zwei Jahre zieht Venedig Kunst-Begeisterte aus aller Welt an. Dieses Jahr findet die 52. Biennale vom 10. Juni bis zum 21. November 2007 statt.

Ende des 19. Jahrhunderts war die Blütezeit der internationalen Weltausstellungen. Die Nationen zeigten ihre Errungenschaften aus Technik und Industrie, aber auch aus Wissenschaft und Kultur. Metropolen präsentierten sich. Da wollte auch Venedig nicht hintenanstehen, im Jahre 1893 hatte der dortige Bürgermeister die Idee, alle zwei Jahre eine Weltausstellung der Bildenden Kunst zu veranstalten: La Biennale di Venezia.


Der Deutsche Pavillon auf der Biennale
© Bernd Bodtlaender


Über hundert Jahre später ist der Glanz der großen Weltausstellungen längst verflogen. Wiederbelebungsversuche wie die Expo 2000 in Hannover waren vor allem von kleingeistiger Kritik, miserabler PR und Finanzlöchern gezeichnet. Doch die Biennale in Venedig hat sich über die Jahre zu einem gigantischen Besuchermagneten entwickelt. Die zweijährliche Kultur-Weltausstellung ist mittlerweile zu einem der größten Kunst-Events der Welt geworden. Das Wort Biennale ist inzwischen ein Synonym für „Kulturspektakel“.

So ist es auch selbstverständlich, dass sich die großen Nationen dieser Welt mit einem Pavillon auf der Biennale in Venedig zeigen – neben der großen Ausstellung in den Arsenalen. Zeitgleich finden auch zahlreiche Ausstellungen in der Stadt selbst statt, dort präsentieren sich viele Nationen, die auf dem Gelände der Länderpavillons, den Giardini, keinen Platz mehr finden konnten.


Isa Genzken, "OIL" (Detailansicht),
Deutscher Pavillon, Venedig Biennale, 2007
Foto Jan Bitter


Isa Genzken, 2007,
Foto Wolfgang Tillmans

Deutscher Pavillon: Isa Genzken
Seit mehr als dreißig Jahren schafft die 1948 geborene Isa Genzken ein vielseitiges Oeuvre, das sie mit immer neuen Wendungen kontinuierlich weiterentwickelt. Ihr umfangreiches Werk umfasst Skulpturen und Installationen sowie Fotos, Collagen und Filme.

Zentrale Bedeutung hat die Wahl und Kombination unterschiedlicher, auch verschieden besetzter Materialien, die sie in Baumärkten, Architekturbedarfshandlungen und großen Warenhäusern findet. Verwendete Isa Genzken früher Holz, Gips, Epoxydharze und vor allem Beton, den Werkstoff der Moderne, sind dies heute vor allem Plastik, Kunststoffe und unterschiedlichste Spiegel, sowie alltägliche Gebrauchsgegenstände und Konsumgüter, z.B. Stühle – Designklassiker neben billigen Campingstühlen – Kleidungsstücke, Kitschfigürchen, Plastikpuppen und -tiere.


Für Venedig schafft Genzken eine Ausstellung speziell für den Deutschen Pavillon, die sich der geschichtsträchtigen Architektur des Gebäudes annimmt und diese kommentierend in Szene setzt. Ihr neues Werk widersetzt sich zwar wie stets einer mit nationalen Attributen welcher Art auch immer aufladbaren Bildsprache. Dennoch finden sich hier Motive, die sich auf eine westdeutsche Nachkriegsgeschichte zurückführen lassen, wie sie typisch ist für die Generation, der Isa Genzken angehört.

Die Ideale des Modernismus und ihre populär-kulturelle Umcodierung, die vor allem in der nordamerikanischen Kunst und Alltagskultur zum Ausdruck kommen, erfahren in Genzkens Beitrag für die Biennale di Venezia eine Metamorphose, in der Glanz und Elend, Euphorie und Desillusionierung eng beieinander liegen.

So ist auch der Titel der Ausstellung im Deutschen Pavillon "Oil" zu verstehen.
„Oil“ spielt bewusst mit verschiedenen Ebenen, die einerseits etwas konkret benennen - einen globalen, zunehmend umkämpften Rohstoff -, andererseits aber auch die Abstraktion der Metapher wählen. "Oil" ist Ausdruck der Zeit, in der wir leben und reduziert Komplexität auf ein sinnfälliges Bild, das nicht von ungefähr in verschiedenen Slogans verwendet und gleichermaßen zum Krisenszenario der Zukunft wie zum Ausdruck von Freiheit stilisiert wird.


Ehrenlöwe an Malick Sidibé

Außerdem verleiht die Kunstbiennale jedes Mal auch den Ehrenlöwen. Im Jahr 2007 geht die Auszeichnung zum ersten Mal nach Afrika an Malick Sidibé aus Mali, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird. Seit einer grandiosen Ausstellung in der Fondation Cartier in Paris im Jahr 1995 ist der in Mali geborene Fotograf in aller Munde - denn kaum ein anderer hat ein afrikanisches Land und seine Menschen jemals so lebensfroh und manchmal auch so trostlos und ergreifend darzustellen vermocht wie Sidibé.

Weitere Festivals
Doch nicht nur wegen der bildenden Kunst pilgern Kulturfreunde aus der ganzen Welt regelmäßig nach Venedig. Neben der Zweijahres-Schau der bildenden Kunst veranstaltet die Biennale-Stiftung von Venedig nämlich seit vielen Jahren auch Architektur-, Kino-, Tanz-, Musik- und Theater-Festivals. So findet vom 29. August bis zum 08. September 2007 das 64. Filmfestival von Venedig statt, vom 14. bis zum 30. Juni 2007 das fünfte internationale Festival zeitgenössischen Tanzes mit dem Motto „Body & Eros“, vom 04. bis zum 13. Oktober das 51. internationale Festival zeitgenössischer Musik und vom 18. bis zum 29. Juli 2007 das 39. internationale Theaterfestival.

Website der Biennale in Venedig:
www.labiennale.org
Website des Deutschen Pavillons:
www.deutscher-pavillon.org
Das Buch zum Deutschen Beitrag: La Biennale di Venezia. Der Deutsche Beitrag 1895-2007


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