METZ. DAS CENTRE POMPIDOU
Die Filiale der Hoffnung
Veranstalter:
Das Centre Pompidou in Metz (CPM) eröffnete am 11. Mai 2010. Mit diesem außergewöhnlichen und spektakulären Museumsbau verbindet die Region im Osten Frankreichs große Hoffnung. Sie will Aufmerksamkeit und Wohlwollen erlangen.
Da steht es nun, strahlend weiß. Ein gigantisch geschwungenes futuristisches Dach, das einem Zirkuszelt ähnelt. Eine weiße Haut überspannt ein bienenwabenartiges Rohrgeflecht, daraus ragen riesige rechteckige Fenster. Ein Solitär zwischen Veranstaltungshalle und Bahnhof in einer Gegend, die einmal ein schickes urbanes Viertel werden soll.
"Es war der erklärte Wille, dass mit diesem Bau ein architektonisches Ereignis für die Stadt geschaffen wird, deshalb haben wir den Architekturwettbewerb international ausgeschrieben", sagt der Direktor des Hauses.
Es sollte ein neues Monument im Stadtbild werden oder wie der Bürgermeister immer sagt: »eine zweite Kathedrale«. Diese Kriterien erfüllt der Entwurf des japanischen Architekten Shigeru Ban, wovon Sie sich bei unserer Reise überzeugen können.
Reiseverlauf
1. Tag Anreise und erste Eindrücke
Anreise im modernen Reisebus von Köln und Bonn über Trier und Luxemburg nach Metz. Die Stadt spielte als religiöses Zentrum (mit knapp 50 Kirchen) und als Festungsstadt einst eine gewichtige Rolle. Danach wurde es ruhiger um die heutige Hauptstadt Lothringens. 1972 wurde die Universität gegründet und 2010 das Centre Pompidou-Metz eröffnet. Die Stadt ist unverbraucht und nicht ausgelaugt von den Strömen des Massentourismus.
Nach der Ankunft machen wir uns mit der Stadt vertraut, mit den Spuren sämtlicher Kulturen und ihrer langen Geschichte. Der Weg führt uns auch um das neue Museum herum, dass gegenüber dem Bahnhofsgelände steht. Unter dem Bahnhofsgelände liegt der Überrest des einst größten Amphitheaters nördlich der Alpen. Nach dem gemeinsamen Abendessen lohnt ein weiterer Gang durch die Stadt. Mehrere Tausend Lichter lassen die architektonischen Meisterwerke erstrahlen.
2. Tag Eröffnungsausstellung
»Meisterwerke?« ist der Titel der ersten Ausstellung in der »Filiale der Hoffnung«. Fünfhundert Werke aus der Schatzkammer des Centre Pompidou Paris werden auf 5000 Quadratmetern Ausstellungsfläche gezeigt. Klee, Matisse, Leger, Brancusi, kurzum, es gibt eigentlich keinen bekannten Namen der Kunst des 20. Jahrhunderts der nicht dabei ist.
Wir erleben eine Führung durch das Haus, durch die Ausstellung und haben anschließend natürlich ausreichend Zeit für eigene Betrachtungen. Nach soviel Kunst bietet das Abendessen reichlich Gelegenheit zum Gedankenaustausch.
3. Tag St.-Étienne und Heimreise
Die aus gelbem Jaumont-Stein erbaute gotische Kathedrale St.-Étienne besitzt eines der höchsten Kirchenschiffe ganz Frankreichs. Ihre Berühmtheit verdankt sie jedoch ihren Fenstern, die im Laufe der Jahrhunderte von anonymen wie auch von berühmten Künstlern (u.a. Chagall) gestaltet, vervollständigt oder erneuert wurden.
Vor unserer Heimreise verbleibt noch etwas Zeit, um sich in der nahe liegenden alten Markthalle Anregungen für Zunge und Gaumen zu holen und vielleicht das eine oder andere für Küche oder Keller zu erwerben. Am Nachmittag Rückfahrt zu den Ausgangsorten.
Reisetermine und Preise
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