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MOUNTAIN MUSIC – DIE GRAND TOUR
21-tägige Selbstfahrerreise durch den Südosten der USA – zu Bluegrass, Country & Co.

Veranstalter:
Kulturtours - Reisen zu Kunst und Kultur

   

Bluegrass, Country & Rock satt – mit zahlreichen Live-Sessions! Lernen Sie legendäre Orte der USA kennen, an denen Musikgeschichte geschrieben wurde – und wird.

Drei Wochen „on the road“ – immer wieder untermalt und unterstrichen durch Live-Musik. Mal rein akustisch und handgemacht in entlegenen Bergtälern. Mal elektronisch erzeugt mittels nicht minder legendärer Synthesizer. Bei dieser Reise werden Sie einiges „auf die Ohren bekommen“ – aber selbstverständlich nur im besten Sinne des Wortes. Sie begegnen Menschen, bei denen Bluegrass, Country, aber auch Rock und Pop zum Alltag gehört. Und Sie erkunden eine Region, die aufgrund ihrer bezaubernden Landschaft zu den beliebtesten Reisezielen der Metropolen-Bewohner aus New York City, Washington DC, Philadelphia etc. zählt.

Die Rede ist von den „Blue Ridge Mountains“, also jenem Teil der Appalachen, der nicht zuletzt für sein reichhaltiges und lebendiges Erbe an traditioneller, handgemachter Musik berühmt ist. Für die Menschen hier ist es seit Generationen selbstverständlich, ein Instrument zu spielen. Insbesondere die Einwanderer aus Irland und Großbritannien haben hier ihre musikalische Tradition gepflegt – und weiter entwickelt. Unverkennbar sind jedoch auch Einflüsse aus Mitteleuropa – und Afrika: Ohne die Kultur der Sklaven wäre insbesondere das Banjo – für viele heute Inbegriff der Country-Musik – gar nicht entstanden. Denn es hat zweifellos Vorläufer in Schwarzafrika, wurde von den unfreiwilligen Einwanderern weiter entwickelt und gewann erst im 19. Jahrhundert unter der weißen Bevölkerung an Popularität.

Egal ob Banjo, Gitarre, Mandoline oder Fiddle: Handgemachte Musik zählt vielerorts zum Alltag – und ambitionierte Hobbymusiker treffen sich auch an unerwarteten Orten regelmäßig zu Sessions. Rechnen Sie damit nicht nur in Gemeindehäusern und Musikgeschäften, sondern auch in Krämerläden, Tankstellen und sogar Frisörsalons! Besondere Orte sind auch die Bühnen bzw. Aufnahmestudios örtlicher Radiosender, die Live-Sessions „on air“ bringen – und so einem breiten Publikum zugänglich machen. Ergänzt wird all dies durch Auftritte regional und auch überregional bekannter Musiker in kleinen oder großen Konzertschuppen, oft von Ehrenamtlichen mit persönlichem Engagement organisiert. Der berühmteste davon ist wohl der Carter Family Fold – die Bühne einer der berühmtesten Musiker-Familien der USA, zu der auch June Carter zählte, die Ehefrau Johnny Cashs. Auf dieser Bühne in einer ziemlich abseits gelegenen Ecke Virginias gab der große Country-Sänger sein letztes Konzert – und sein Schaukelstuhl steht im benachbarten Museum bereit…

Diese Selbstfahrerreise durch Georgia, North Carolina, Tennessee und Virginia spannt einen weiten Bogen von den Anfängen der Country Music über Gospel und Bluegrass bis hin zu moderneren Strömungen wie dem Alternative Rock, die sich ohne diese großartige musikalische Tradition aus den „Blauen Bergen“ wohl kaum hätten entwickeln können. Und die Reise entlang der vielerorts naturbelassenen und auch zum Teil noch wilden Berglandschaft führt Sie außerdem in einige der schönsten Kleinstädte der USA. Repräsentative Rathäuser und Gerichtsgebäude wechseln sich mit gepflegten Anwesen, liebevoll restaurierten Hütten und Höfen sowie historischer Industriearchitektur ab.

Hinweis:
Damit Sie möglichst viele unterschiedliche Konzert- und Spielstätten kennen lernen können, muss die Reiseroute zwangsläufig den ein oder anderen Haken schlagen. Und einige Stätten befinden sich in nur dünn besiedelten Tälern ohne Übernachtungsmöglichkeiten. Um Wege und Fahrzeiten auf den zum Teil kurvigen Gebirgsstraßen nach den Konzerten möglichst kurz zu halten, haben wir diverse Hotelwechsel eingeplant.
Außerdem gilt: Die Bewohner der Blue Ridge Mountains sind stolz darauf, ihre musikalische Tradition hochzuhalten. Regelmäßig stattfindende Sessions und Konzertserien werden mit großer Ernsthaftigkeit und Verlässlichkeit organisiert. Da vieles davon jedoch auf rein privater, ehrenamtlicher Initiative beruht, lässt sich nie 100%ig ausschließen, dass eine Veranstaltung aus unterschiedlichsten Gründen kurzfristig abgesagt wird.


Abingdon "Downtown", eine der
schönsten Städte in den Appalachen
© Harald Kother


Museum der Carter Family
© Harald Kother


Blue Ridge Parkway
© NC Division of Tourism,
Film and Sports Development


Doc Watson, 2012 verstorben,
wurde als einer der ersten Musiker
in die Blue Ridge Music Hall of
Fame aufgenommen
© boonejag75, CC BY 2.0


Von den Blauen Bergen...
© John C. Campbell Folk School

 

Reiseverlauf


1. Tag: Anreise in die Südstaaten der USA
Flug nach Atlanta, Check-in im Hotel, dass Sie schnell und bequem mit einen kostenlosen Flughafenshuttle erreichen.
2 Übernachtungen in Atlanta.


Margaret Mitchell House
© Atlanta, GA


Eingang zu einem Club in Atlanta
© Harald Kother

2. Tag: Atlanta zu Ihren Füßen
Der kostenlose Shuttle-Service des Hotels bringt Sie bei Bedarf zum Flughafenterminal, von wo aus eine Art S-Bahn ins Stadtzentrum fährt. Sie können Atlanta daher ganz ohne Mietwagen erkunden. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Attraktionen erreichen Sie bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln – darunter die Martin-Luther-King-Stätten, das Margaret Mitchell Haus, wo die Autorin des legendären Südstaaten-Epos „Vom Winde verweht“ lebte, das Center for Civil and Human Rights und auch die Coca-Cola-World. Schließlich ist die Coke wohl das berühmteste Export-Produkt Atlantas.

3. Tag: Fahrt nach Athens
Mietwagenübernahme am Flughafen. Es ist noch Zeit für nicht ganz so zentral gelegene Stadtteile Atlantas, zum Beispiel das Szeneviertel „Little Five Points“ mit seiner charmanten Mischung aus trendigen Geschäften und Cafés sowie direkt angrenzenden eleganten Villen vergangener Tage. Auch die Jimmy Carter Presidential Library, die über das Wirken des 39. Präsidenten der USA informiert, befindet sich in der Nähe.
Weiterfahrt Athens, wo Sie 2 Nächte verbringen werden.

4. Tag: B-52s, R.E.M. etc.
Athens, Georgia, ist die Heimat der beiden Weltklasse-Bands B-52s und R.E.M. – und Geburtsort des sogenannten Alternative Rock. Aber selbstverständlich gibt es noch viel mehr Bands. Die rund 32.000 Studenten in der Stadt verlangen nach Live-Musik. Kein Wunder also, dass die Stadt eine der lebendigsten Musik-Szenen Nordamerikas bietet.
Es bietet sich ein Spaziergang auf den Spuren der Rock-Legenden an. Michael Stipe, der ehemalige Frontmann, hat immer noch einen Wohnsitz hier. Dabei lernen Sie auch das entspannte und historische Flair einer der ältesten Universitätsstädte der Vereinigten Staaten kennen. Abends sorgen Kneipen und Live-Clubs für Unterhaltung.


Beschauliche Sträßchen bringen Sie
in die Berge Georgias und North Carolinas
© Hellohowareyoudoing, CC BY-SA 3.0


Opossum
© Cody Pope, CC BY-SA 2.5


Konzert in der Folk School
© John C. Campbell Folk School

5. Tag: Opossums und Folk-Musik-Schule
Fahrt in die Appalachen, vorbei am Brasstown Bald, dem mit 1458 Metern der höchste Berg Georgias. Sie erreichen den US-Bundesstaat North Carolina, dessen Westen von einer bezaubernden Bergwelt geprägt ist. Hier heißen die Appalachen Great Smoky Mountains bzw. Blue Ridge Mountains.
Hier lebt auch das Opossum – eine Untergattung der Beutelratten. Die Tiere mit dem flauschigen und attraktiven Pelz stören sich nicht an der Nähe des Menschen – und gelten bei manchen als Plage. Das hört Clay Logan gar nicht gern: Der Tankstelleninhaber hat den Ladenraum seines Geschäfts zur „Opossum Capital of the World“ ausgebaut und entsprechend gestaltet. Genauso wichtig wie das Opossum ist ihm jedoch auch die Liebe zu handgemachter Musik. Und aus diesem Grund ist „Clay’s Corner“ – eine Mischung aus Tankstelle, Imbissbude und Opossum-Museum – Treffpunkt für die wöchentlichen Sessions der örtlichen Bluegrass-Szene.
„Clay’s Corner“ konkurriert dabei mit den oft zeitgleich stattfindenden Konzerten der benachbarten John C. Campbell Folk School. Diese als Folk High School– quasi eine Art Volkshochschule – gegründete Bildungseinrichtung hat sich der Pflege des kulturellen Erbes der Appalachen verschrieben. Neben der traditionellen Musik zählen dazu auch Tanz, Kunsthandwerk u.ä. Beginnen Sie den Abend bei „Clay’s Corner“ und schlendern Sie anschließend zum Konzert der Folk School.
2 Übernachtungen im Südwesten von North Carolina.

6. Tag: Jimmy's Pick N Grin
Genießen Sie tagsüber die unberührte Natur der Appalachen, bevor Sie sich abends zu Jimmy’s Pick N Grin aufmachen. In dieser privat betriebenen Musikhalle wechselt der Sound zwischen traditionellen Bluegrass- und moderneren Country-Klängen – und das häufig mehrmals am Abend. Die Musiker der Hausband geben sich die Klinke in die Hand. Mal kommt das bereitstehende Schlagzeug zum Einsatz. Oder der Fokus liegt auf der Steel Guitar. Im Mittelpunkt steht jedoch meist Bandleader Steve Jordan, der Sohn des verstorbenen Lokalmatadors Jimmy Jordan.

7. Tag: Das Volk der Cherokee in den Smokys
Weiterfahrt in nordöstlicher Richtung, nach Cherokee am Fuße der Great Smoky Mountains. Die Stadt trägt den Namen des Indianerstamms, der hier ursprünglich siedelte und vor der Kolonialisierung das mächtigste Volk im Osten Nordamerikas war. In den 1830er-Jahren wurden sie vertrieben, obwohl sie zu den so genannten zivilisierten Stämmen zählten – mit eigener Schrift, Verwaltung etc. Es folgte der „Trail of Tears“. Dieser „Pfad der Tränen“ dezimierte das Volk. Noch leben aber einige der Cherokee hier – und auch im fernen Oklahoma. Das geteilte Volk ist der größte noch existierende Indianerstamm Nordamerikas. Ein Museum im gleichnamigen Ort zeigt die Tränen-, aber auch glorreiche Geschichte und Kultur dieses außergewöhnlichen Stammes.
Die Cherokee sind mittlerweile (wieder) ein fester Bestandteil der amerikanischen Gesellschaft. Und sicher hat es dabei nicht geschadet, dass die Musiker Elvis, Cher und Jimmy Hendrix sowie die Schauspieler Johnny Depp, Kevin Costner, Chuck Norris und Burt Reynolds zu ihren Ahnen Cherokee zählen.
Weiterfahrt über den Blue Ridge Parkway, eine der schönsten Aussichtsstraßen der USA, nach Asheville. 2 Übernachtungen.


Das Fabrikgebäude von Moog Music
© Jon Roberts, Austin TX, CC BY-SA 2.0

8. Tag: Moog Music, River Arts District und Biltmore Estate
In Asheville, dem urbanen Zentrum der südlichen Appalachen, trifft traditioneller Bluegrass und Oldtime-Country auf moderne Einflüsse, zum Beispiel die Moog Music Factory: Der Synthesizer-Pionier Robert Moog errichtete hier seine Fabrik. Deren Produkte haben diverse Sounds der Popmusik erst möglich gemacht. Emerson, Lake and Palmer, Frank Zappa, Stevie Wonder, Jean Michel Jarre, Chick Corea, Kraftwerk, Pink Floyd, Genesis, U2 und sogar die Beatles und die Rolling Stones haben damit gearbeitet. Außerdem hat Asheville ein eigenes Sinfonie-Orchester sowie eine der lebendigsten Straßenmusik-Szenen der USA. Im Sommer spielt an fast jeder Ecke irgendjemand „auf Hut“.
Sie besichtigen die Moog Music Factory und das Biltmore Estate, ein schlossartiges, im Renaissance-Stil erbautes Herrenhaus. Abends geht es in den River Arts District. Das ehemalige Industrieareal wurde von Künstlern und Kunsthandwerkern zu neuem Leben erweckt. Schlendern Sie durch Ateliers, Galerien, Cafés und eine Craft Beer Brauerei.

9. Tag: Southern Music und Wasserfälle
Kurze Fahrt nach Brevard, das unter Naturliebhabern vor allem für seine Wasserfälle bekannt ist. Musikfreunde treffen sich bei „Southern Music“. In dem Ladengeschäft hängen die Wände voll mit Gitarren, Mandolinen, Banjos, Geigen etc. Aber auch CDs und Noten sind im Angebot.
Einmal wöchentlich wird der Laden zur Live-Bühne. Dann treffen sich Musiker zur Session.
1 Übernachtung in Brevard


Das Earl Scruggs Center befindet sich
in einem ehemaligen Gerichtsgebäude
© OptimumPx, Public Domain


Banjo-Legende Earl Scruggs
© Rivers Langley, Wikipedia


Jones House in Boone
© Karen D. Hoffman, CC BY-SA 3.0

10. Tag: Earl Scruggs Center
Earl Scruggs, 1924 in Shelby geboren, gilt als Wegbereiter des Bluegrass – und Virtuose auf dem Banjo. Das dem berühmten Sohn der Stadt gewidmete Center informiert nicht nur über Leben und Werk, sondern überzeugt auch mit einer einzigartigen interaktiven Ausstellung über die verschiedenen Methoden des „Pickings“, also des Banjo-Spiels.
Fahrt nach Shelby, Besuch des Earl Scrugg Centers, 1 Übernachtung in Shelby.

11. Tag: Session beim Frisör, Jones House in Boone
Fahrt über Drexel nach Boone. In Drexel sollten Sie dem örtlichen Barber Shop einen Besuch abstatten – auch wenn Ihre Frisur noch in Ordnung ist. Der Salon ist Treffpunkt der örtlichen Musikszene mit regelmäßigen Sessions.
In der Studentenstadt Boone, Sitz der Appalachian State University, verdoppelt sich während des Semesters die Einwohnerzahl regelmäßig. Und zur Ferienzeit füllen Urlauber die leeren Betten. Boone ist bei Studenten und Touristen gleichermaßen beliebt, die Musikszene vielfältig und lebendig. Im Jones House, ehemals Wohnhaus, heute Gemeindezentrum und Unterrichtsort eines Musik-Förderprogramms, werden bei den wöchentlichen Sessions gleich mehrere Räume bespielt.
4 Übernachtungen in Boone.

12. Tag: Blue Ridge Music Hall of Fame und Session im Krämerladen
Fahrt über eine landschaftlich reizvolle Route nach Wilkesboro. Im dortigen Wilkes Heritage Museum befindet sich die Blue Ridge Music Hall of Fame. Weiterfahrt nach Lansing oder Todd, wo jeweils der örtliche Krämerladen freitagabends Schauplatz einer Live-Session wird.

13. Tag: Blue Ridge Parkway und Konzert in den Bergen
Es gilt, einen weiteren Abschnitt des Blue Ridge Parkway zu erkunden. Der National Scenic Byway verfügt über spezielle Zugänge, ist für Lastwagen gesperrt und wird vom National Park Service der Vereinigten Staaten verwaltet.
Zwischenstopp am „Orchard at Altapass“. Das milde Klima hier lässt Obstbäume gedeihen. Neben einer großen Apfelplantage gibt es ein Besucherzentrum, inklusive Gastronomie und mittäglichen Musikvorführungen.
Weiterfahrt zu Young's Mountain Music in Spruce Pine. Auf der Konzertbühne mitten in den Bergen treten über den Abend verteilt acht bis zehn unterschiedliche Bands auf, die jeweils für zwanzig bis dreißig Minuten spielen. Country wechselt sich mit Bluegrass und Gospel ab. Die Bühne hat vielen Talenten den Weg bereitet. „Alte Hasen“ revanchieren sich gerne mit Auftritten.

14. Tag: Tom Dooley und die bezaubernde Bergwelt
Abstecher nach Ferguson vor, wo sich das Tom Dooley Museum befindet. Der Song „Tom Dooley“ zählt zu den Klassikern aus den „Blauen Bergen“ und erzählt vom (Ab-)Leben des Tom realen Tom Dula. Es geht um einen ehrenhaften Veteranen, der seine Geliebte für den Mord an seiner Ehefrau deckt – und dafür am Galgen landet.

15. Tag: Blue Ridge Music Center
Über den Blue Ridge Parkway erreichen Sie jetzt den US-Bundesstaat Virginia. Direkt hinter der Grenze liegt das Blue Ridge Music Center, eine Mischung aus Konzertbühne, Tanzschule und Museum. Von Mai bis Oktober ist das Zentrum geöffnet – und zur Mittagszeit erklingen traditionelle Klänge.
Weiterfahrt nach Eden, North Carolina. 2 Übernachtungen.


Die Blue Ridge Mountains in Virginia
© Jesse Lee Tucker, CC-BY-SA 4.0


Mit den Aufnahmen in Bristol begann
die Geschichte der Country Music
© Harald Kother


Auf Sendung:
Birthplace of Country Music Radio
© Harald Kother

16. Tag: Eden und „The Barn“
In Eden befindet sich die ehemalige Nantucket Textilfabrik, in der Charlie Poole arbeitete – Banjo- und Country-Legende. Im leerstehenden Fabrikgebäude ist eigentlich ein „National Banjo Center“ geplant, doch es hapert noch an der Finanzierung. Fest etabliert ist hingegen „The Barn“ – wörtlich „die Scheune“ oder „der Stall“: Jerry und Debbie Wilson wollten in ihrer Heimatstadt eine Konzerthalle haben – und schritten einfach selbst zur Tat. Sie errichteten einen Schuppen in ihrem Vorgarten, in dem nun regelmäßig musiziert und getanzt wird.

17. Tag: Über die Blauen Berge zum Geburtsort des Country
Fahrt auf die andere Seite der Blue Mountains, nach Bristol, der Stadt, die als Geburtsstätte der Country Music gilt. Bristol, quasi auf der Grenze von Virginia und Tennessee gelegen, entstand im 19. Jahrhundert als Umsteigepunkt der Eisenbahn – und entwickelte sich so früh zu einem wichtigen regionalen Zentrum. Ralph Peer, Aufnahmeleiter der Plattenfirma Victor Talking Machine Company aus Camden, New Jersey, wählte im Jahre 1927 genau diesen Ort, um nach der so genannten Hillbilly-Musik Ausschau zu halten und sie auf Platte zu bannen. Er richtete ein mobiles Aufnahmestudio ein und bot Cash gegen Aufnahmen
Und die Hillbillys – also die Hinterwäldler bzw. Landeier – strömten zu Hauf. Es entstanden die Bristol Sessions, bei denen u.a. die Carter Family sowie Jimmie Rodgers, Vater des Country, entdeckt wurden. Diese Aufnahmen der traditionellen Folk Music verkauften sich bestens – und zwar nicht nur unter den Bewohnern der Appalachen, sondern auch in den urbanen Zentren an der Küste. Country Music als eigenständiges Genre der Musikindustrie war geboren.
Das Birthplace of Country Music Museum präsentiert neben zahlreichen historischen Instrumenten, Notizen, Fotografien und Aufnahmen auch einige multimediale Besonderheiten: interaktive Mischpulte mittels derer der Besucher die Grenzen zwischen verschiedenen Genres wie traditioneller Folk Music, Bluegrass, Country und Blues verschieben kann, eine Country-Karaoke sowie das Radio-Studio. Der Radiosender des Museums präsentiert per UKW und Online-Stream die gesamte Bandbreite dessen, was Country Music heute und gestern ausmacht.
2 Übernachtungen in Abingdon.


Session im Heartwood, Abingdon
© Harald Kother


Musikalische Einlage in einem
Restaurant in Galax

© Harald Kother


Johnny Cash's Schaukelstuhl (rechts) steht bereit
© Harald Kother

18. Tag: Abingdon, Ralph Stanley Museum,
Virginia Creeper Trail
Heute bietet sich ein Ausflug nach Clintwood an, dem Heimatort der erst 2016 verstorbenen Bluegrass-Legende Ralph Stanley. Ein Museum erzählt von Leben und Werk Stanleys – sowie von der Entwicklung des Bluegrass. Alternativ können Sie auch eine Radtour auf dem Virginia Creeper Trail machen. Die ehemalige, landschaftlich reizvolle Eisenbahnlinie führt hinauf auf den Gebirgszug der Blue Ridge Mountains – oder hinunter, je nach Richtung – und ist heute Radfahrern, Wanderern und Reitern vorbehalten. Oder genießen Sie den historischen Ortskern Abingdons – und lassen Sie die Seele baumeln.
Fest einplanen sollten Sie für den Abend einen Besuch bei der Session im Heartwood - Kulturzentrum, Tourismusinfo, Konzertbühne und Restaurant in einem.

19. Tag: Live-Session fürs Radio
Zu den besonderen musikalischen Traditionen des Country zählen auch die regelmäßigen Live-Übertragungen im Radio. Neben der legendären Grand Ole Opry Show in Nashville gibt es auch in den Blue Ridge Mountains diverse Bühnen, von denen aus im wöchentlichen Rhythmus Konzerte von lokalen Sendern übertragen werden. Dazu zählt die Blue Ridge Back Roads-Session, die von der Classic Country-Station WBRF-FM 98.1 FM in Galax übertragen wird.
Fahrt nach Galax, wo auch Barr’s Fiddle Shop Anziehungspunkt für Musikfreunde ist. Hier können Sie Instrumente, Noten und CDs kaufen – sowie von Shop-Eigentümer Tom Barr von Hand gefertigte Appalachian Dulcimer, die regionale Variante der Zither.
1 Übernachtung in einem einfachen Inn in Galax.

20. Tag: Americana Afternoons in Floyd – Carter Family Fold
Erneute Fahrt über den Blue Ridge Parkways – dieses man nach Floyd. Im „Country Store“ dort beginnen die „Americana Afternoons“ zur Lunchzeit. Bei hausgemachter Suppe oder Sandwiches können Sie je nach Termin Bluegrass, Blues oder auch keltischen und afrikanischen Klängen lauschen.
Es schließt sich eine etwas längere Fahrt zum letzten Höhepunkt der Reise an: dem Carter Family Fold. Auf dieser Konzertbühne, in der Südwestspitze Virginias gelegen und von der legendären Musikerfamilie betrieben, gab Johnny Cash sein letztes Konzert. Die Musikhalle widmet sich insbesondere dem Old Time Country und Bluegrass. Elektrische Instrumente sind verpönt. Im benachbarten Museum zeigt das Museum der Carter-Familie Instrumente, Bühnen-Kostüme, Fotos sowie zahlreiche Auszeichnungen. Und hier steht auch die weitgehend originalgetreu erhaltene Hütte, in der A.P. Carter, mit dem alles seinen Anfang nahm, 1891 geboren wurde.
1 Übernachtung im Raum Bristol / Weber City.

21. Tag: Heimreise – oder Verlängerung in Nashville
Direkte Fahrt nach Atlanta und abends Rückflug. Alternativ können Sie auch von den näher gelegenen Flughäfen Asheville oder Knoxville zurück fliegen. Dann wird aufgrund der Einwegmiete Ihres Leihwagens jedoch eine zusätzliche Gebühr fällig (ca. $ 150-200).
Oder Sie hängen noch ein paar Tage in Nashville dran. Die „Music City“ ist vom Südwesten Virginias nur noch eine halbe Tagesetappe entfernt...

 

 

 

Reisetermine und Preise pro Person (Auswahl, weitere Termine auf Anfrage buchbar)


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Weitere Informationen

 

  • Preise pro Person im Doppelzimmer
  • Einzelzimmerzuschlag: auf Anfrage

    Im Reisepreis enthaltene Leistungen
  • 20 Übernachtungen mit Frühstück in ausgewählten Inns und Hotels
  • Mietwagen ab/bis Atlanta Flughafen, Tarif all inkluse:. Versicherungspaket, Navi etc.
    Sie benötigen eine auf den NAmen des Fahres ausgestellte Kreditkarte zur Hinterlegung der Kaution bei Mietwagenübernahme
  • Reservierung für die Führung durch die Moog Music Factory
  • Eintritt inkl. Audio-Guide fürs Biltmore Estate, Asheville
  • Eintritt für das Birthplace of Country Music Museum, Bristol

    Nicht enthaltene Leistungen
  • Anreise:
    Wir machen Ihnen gerne ein Flugangebot zu unseren Sondertarifen für Reiseveranstalter
  • Eintrittsgelder für Konzerte, Sessions etc.:
    Für viele Konzerte und Museen in den Bergen der Appalachen gibt es keinen Vorverkauf. Bezahlt wird an der Kasse vor Ort - und oft ist nur Barzahlung möglich. Eintrittsgelder übersteigen nur selten einen Betrag von ca. 10 $.
    Für einen Großteil der in der Reisebeschreibung beschriebenen Veranstaltungen wird ohnehin kein Eintritt verlangt, Spenden sind jedoch meist gerne gesehen.
  • Reiseversicherung:
    Wir empfehlen eine Reiserücktritt-, -abbruch-, und -krankenversicherung und unterbreiten Ihnen dazu unverbindlich ein Angebot

    >> Allgemeine Reisebedingungen zu dieser Reise

 

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