1. Tag: Grüß dich, Dresden
Individuelle Anreise nach Dresden. Um 16.30 Uhr treffen wir uns mit dem Reiseleiter zu einem ersten Spaziergang durch die Stadt an der Elbe. Beim gemeinsamen Abendessen plaudern wir über die sächsische Küche - aber auch darüber, was es für Dresden bedeutet, den UNESCO-Kulturerbe-Titel verloren zu haben. Drei Übernachtungen.
2. Tag: Skyline, Schloss und Schätze
Von der Brühlschen Terrasse schauen wir über die Elbe zum Goldenen Reiter. Das wieder aufgebaute Schloss und die Frauenkirche sind weitere Stationen auf unserem Weg. Wir sind neugierig auf das „Neue Grüne Gewölbe“ mit seinen ebenso kostbaren wie originellen Schätzen. Und dann - vielleicht „een Schälsche Heeßen“ in einem der Cafés rund um den Altmarkt? Wie wäre es abends mit einem Kontrastprogramm zur Oper: ein Besuch im UFA-Kristallpalast nahe der Prager Straße. Das moderne Kinocenter des Architekturbüros Coop Himmelb(l)au gilt als Beispiel des Dekonstruktivismus.
3. Tag: Albertinum und die Moderne
Während des Jahrhunderthochwassers 2002 wurde das historische Gebäude mit den Depots im Untergeschoss stark in Mitleidenschaft gezog. Nach jahrelanger Sanierung konnte das Albertinum nun im Juni wieder eröffnet werden. Es beheimatet die Galerie Neue Meister mit Malerei von Caspar David Friedrich bis Gerhard Richter sowie Skulpturen von Rodin bis zur Gegenwart. Kunst macht hungrig: Typisch für Dresden ist die Sächsische Kartoffelsuppe. Für nachmittags bietet sich ein Bummel von der Seestraße durch das Kneipenviertel „Weiße Gasse“ zum Deutschen Hygienemuseum und weiter zur Gläsernen Manufaktur von Volkswagen an.
4. Tag: Auf Wiedersehen, Dresden
Seit März endlich wieder im Residenzschloss zu besichtigen: die Türckische Cammer. Sie ist alles andere als eine kleine Kammer, sondern vielmehr eine der prachtvollsten Sammlungen ihrer Art. Je nach Laune könnten Sie anschließend den „Canaletto-Blick“ genießen und einen Kaffee in der Neustadt trinken. Ab ca. 13 Uhr individuelle Rückreise.
Spielplan zu Ihrem Reisetermin
17.09. "Le nozze di Figaro" von Wolfgang Amadeus Mozart
Thomas Netopil; Christopher Magiera, Marjorie Schwanewilms, Carolina Ullrich, Markus Marquart
(19.09., 19.00 Uhr, ca. 85 €)
08.10. "La Traviata" von Guiseppe Verdi
Daniel Oren; Leah Partridge, Andrej Dunaev, Markus Butter, Angela Liebold (10.10., 19.00 Uhr, ca. 95 €)
11.11. "Il Trovatore" von Guiseppe Verdi
Dirk Kaftan; Roberto Servile, Serena Farnocchia, Andrea Ulbrich, Dongwon Shin (12.11., 19.00 Uhr, ca. 95 €)
Ihr Reiseleiter gibt Ihnen eine Einführung zu Komponist, Werk und Aufführung.
Semperoper
Gottfried Semper dürfte zu den wenigen Architekten gehören, die binnen weniger Jahrzehnte zweimal den Aufbau des eigenen Opernhauses erleben konnten. Das erste Dresdner Theater von Semper entstand im Jahr 1841. 1869 wurde es Opfer einer Feuersbrunst. Der Architekt griff auf seine ursprünglichen Pläne zurück und errichtete 1878 ein noch prächtigeres zweites Haus. Hier verwirklichte er zum Teil auch Ideen, die er gemeinsam mit seinem einstigen Weggefährten Richard Wagner entwickelt hatte: Durch die amphitheatralische Anordnung der Sitze entstand in Höhe des vierten Ranges gleichsam ein zweites Parkett. Zu einer weiteren Wiederauferstehung des von den Bomben des Zweiten Weltkriegs völlig zerstörten Hauses kam es 1985.
Albertinum
Ursprünglich als Zeughaus gebaut, verdankt das Albertinum seinen Namen dem sächsischen König Albert. Im späten 19. Jahrhundert erstmals als Museum genutzt, beherbergte es später u.a. die Galerie Neue Meister. Das Elbehochwasser im August 2002 verschonte auch das Albertinum nicht: Bei einer großen Kunstrettungsaktion gelang des den Helfern, die dort gelagerten, wertvollen Gemälde, Skulpturen und Dokumente zu schützen und zu bergen. Mehr als 40 zeitgenössische Künstler spendeten 46 Werke, die im Rahmen einer Auktion in Berlin versteigert wurden. Der Erlös bildete den Grundstein für die Komplettsanierung des Albertinums, mit einem weltweit einzigartigen, hochwassersicheren Museumsgebäude. Die neuen Ausstellungssäle teilen sich die Galerie Neue Meister und die Skulpturensammlung.
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