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HISTORISCHE TASTENINSTRUMENTE
Musik im Museum für Kunst und Gewerbe |
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| von Harald Kother
Zugegeben: in der reichhaltigen Museumslandschaft
Hamburgs gehört das Museum für Kunst und
Gewerbe nicht zu den Adressen, die Touristen und Urlauber
für gewöhnlich zuerst ansteuern. Die Kunsthalle
mit ihrer großen Sammlung gilt als Tempel der
Kultur-Freunde, die Deichtorhallen spielen in der
Spitzen-Liga der Galerien für zeitgenössische
Kunst.
Das Museum für Kunst und Gewerbe findet
man in manchen Reiseführern und Informationsbroschüren
dann auch nur auf den hinteren Rängen –
völlig zu Unrecht. Denn neben Möbeln aus
vielen Jahrhunderten, einer ständigen Jugendstil-Ausstellung,
dem Schwerpunkt Grafik-Design und einer großen
Porzellanabteilung beherbergt dieses Haus auch eine
der weltweit bedeutendsten Sammlungen von historischen
Tasteninstrumenten.
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Schätze aus mehreren Jahrhunderten
© Angela Franke
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Die teilweise mehrere Jahrhunderte alten Cembali und Klaviere
sind dabei nicht nur ein Genuss fürs Auge, sondern
auch fürs Ohr. Denn auf einem Großteil der Instrumente
wird nach wie vor musiziert.
Das Museum verdankt die Sammlung vor allem dem Musik-Unternehmer
Andreas Beurmann. Beurmann war Mitbegründer der Schallplattenfirma
Miller International, zu dem auch das Label Europa gehört.
Über mehrere Jahrzehnte produzierte der Musikliebhaber
Musik-LPs und Hörspiel-Kassetten für ein Millionenpublikum.
Und nebenbei trug er noch die weltweit größte
Privatsammlung historischer Tasteninstrumente zusammen:
Über 150 größtenteils spielbare Cembali,
Spinette, Virginale, Clavichorde, Hammerflügel und
Tafelklaviere.
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Instrumente, für die
Beethoven & Co. komponierten
© Angela Franke
Eine der bedeutendsten
Sammlungen der Welt
© Angela Franke
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Im Jahr 1996 schließlich
entschloss sich Beurmann, seine private Sammlung dem
Museum zu überlassen und die bereits vorhandenen
Museumsexponate zu ergänzen. Allerdings stellte
der Mann Bedingungen – zum Glück, muss
man als Musikliebhaber sagen. Denn eine wichtige Forderung
des Mäzens war es, die Instrumente spielbar zu
halten und einem breiten Publikum vorzuführen.
Mehrmals pro Woche veranstaltet daher das Museum Führungen,
bei denen ein Musikwissenschaftler einzelne Exponate
vorstellt und zum Klingen bringt. Eine weltweit fast
einmalige Gelegenheit. Denn an kaum einem anderen
Ort dieser Welt kann man hören, wie Bach-Fugen
oder Beethoven-Sonaten auf einem Instrument klingen,
für das sie in der damaligen Zeit komponiert
wurden.
Außerdem spielen – vor allem in den Wintermonaten
– diverse Interpreten auf den seltenen Instrumenten,
in der Regel begleitet durch ein Kammerorchester.
Diese Konzerte sind sehr beliebt. Karten sollte man
so früh wie möglich reservieren. |
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Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
Steintorplatz (direkt gegenüber vom Hauptbahnhof)
20099 Hamburg
www.mkg-hamburg.de
Eintritt: 8 €
ermäßigt: 5 €
Kinder und Jugendliche unter 18: 0 €
Führung: 2 €
Öffnungszeiten: Di – So 10 – 18 Uhr, Do
bis 21 Uhr
Führungen finden vor allem am Wochenende statt. Termine
entnehmen Sie am einfachsten dem Kalender auf der Website
des Museums.
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>> Leseprobe I
>> Leseprobe II
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